Kleiner Wal in großer Not
Für die Schweinswale in der Ostsee wird es immer bedrohlicher. Die auch unter dem Namen Kleine Tümmler bekannten, nur 1,60 m kleinen, schwarz-weißen Wale mit der stumpfen Schnauze sind äußerst schwierig zu sichten. Sie sind extrem schnell und wendig und tauchen nur kurz zum Atmen auf.
Das Überleben dieser attraktiven Meeressäuger steht akut in Frage. Noch leben in der Ostsee zwei getrennte Poulationen von Schweinswalen, die östliche ist jedoch hochgradig vom Aussterben bedroht. Experten schätzen ihren Bestand auf weniger als 600 Tiere. Acuh die Zahl der westlichen Population ist stark rückläufig.
Todesfallen für die Kleinen Tümmler
Immer wieder melden Segler und Strandgäste der GSM (Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere) verendete Schweinswale, die als sogenannter "Beifang" in nicht für sie ausgebrachten Fischernetzen sterben. Vor allem die Treibnetze aus Kunststoff sind wahre Todesfallen für die Kleinen Tümmler. Aber es gibt viele Bedrochungen. Auch die Sprengung von Munitionsaltlasten oder der Kiesabbau am Meeresboden sowie die stetig zunehmende Wasserverschmutzung und der Unterwasserlärm gefährden das Überleben der Schweinswale.
Hilfe benötigt
An einem einzigen Tag wurden letztes Jahr sechs tote Schweinswale in der Bucht von Eckernförde an den strand gespült. Bis Anfang August 2007 wurden schon 20 veendete Tiere an der Ostseeküste gefunden.
Für den Schutz der Schweinswale benötigen wir dringend Hilfsgelder. Denn nur mit sorgfältiger Dokumentation und intensiver Öffentlichkeitsarbeit kann es gelingen, Änderungen herbeizuführen. Besonders wichtig: die Umstellung der Fischerei auf schonendere Fangmethoden. Auch größere Schutzgebiete sind unbedingt erforderlich.
Schweinswale sind nur 1,50 m lang und sehen aus wie kleine gedrungene Delfine. Sie leben jedoch verborgener. Vor Sylt gelingen trotzdem regelmäßige Beobachtungen.
Ihre Spende hilft:
- Schadstoffe, Unterwasserlärm und vor allem die Fischerei machen den Meeressäugern das Überleben schwer. Zu viele sterben in nicht für sie ausgebrachten Fischernetzen. Sie können die modernen Netze aus Kunststoffgarn weder sehen noch mit ihrem Echolot erfassen. Sie verheddern sich und ersticken elendig. Wir setzen uns ein für die Umrüstung auf weniger gefährliche Fischfangtechniken: Von Treibnetzen auf Langleinen und von Stellnetzen auf Fischreusen.
- Unsere Partnerorganisation GSM informiert Einheimische und Besucher und tritt in einen Dialog mit Fischern und Fischerei-Verbänden. Die DUH unterstützt dies mit weiterer Öffentlichkeitsarbeit.
- Die Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere (GSM) bittet Seefahrer um Mithilfe und sammelt Meldungen von Schweinswalsichtungen, möglichst mit ausführlichen Angaben wie GPS-Daten. Die Sichtungsdaten können helfen, Schutzgebiete auszuweisen. Die EU-Länder sind verpflichtet, Schutzgebiete einzurichten. Die Daten können weiterhin ausschlaggebend dafür sein, wo Windparks umweltverträglich errichtet werden dürfen.
Pressemitteilungen
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- 01.02.2012 - Grüne Städte braucht das Land – Kongress für „Biologische Vielfalt in Kommunen“ in Frankfurt am Main
- 18.01.2012 - Michael Spielmann folgt Rainer Baake als Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe
- 21.12.2011 - Die große Transformation erfordert mehr politische Steuerung und Ressourceneffizienz
- 20.12.2011 - Jetzt erschienen: Umweltmagazin zeo2 – Sieben Milliarden Menschen und eine Erde



