Energiesparlampen enthalten zwar geringe Mengen Quecksilber, dieses wird aber nur freigesetzt, wenn die Lampe zerbrechen sollte. Im Normalbetrieb sind die Lampen vollig ungiftig. Damit das Quecksilber am Ende aber nicht in die Umwelt gelangt, müssen die Lampen unbedingt getrennt von anderen Abfällen und bruchsicher gesammelt werden. Nur so kann das Quecksilber kontrolliert entfernt und das Glas verwertet werden.

Falls doch mal eine Energiesparlampe zerbrechen sollte, erfahren Sie hier was zu tun ist.

Das Quecksilberparadox

Glühlampen verursachen – obwohl sie kein Quecksilber beinhalten – durch ihren höheren Energiebedarf sogar höhere Quecksilberemissionen als Energiesparlampen. Beim deutschen Strommix, mit viel Strom aus Kohleverbrennung, werden nach Berechnungen des Öko-Instituts bei der Stromherstellung pro Kilowattstunde 0,0147 Milligramm Quecksilber emittiert. So verhindert jede gesparte Kilowattstunde auch den zusätzlichen Ausstoß des Schwermetalls.

Hochwertige Energiesparlampen mit einer langen Brenndauer  ersparen so der Umwelt mehr Quecksilber als sie selber enthalten. Natürlich muss die Lampe dennoch fachgerecht entsorgt werden. Ein einfaches Rechenbeispiel illustriert die Quecksilberbilanz: eine 60-Watt-Glühlampe verursacht bei einer täglichen Brenndauer von drei Stunden durch  ihren Stromverbrauch knapp ein Milligramm Quecksilberemissionen pro Jahr, eine gleich helle 11-Watt-Energiesparlampe dagegen nur 0,2 Milligramm. Der anteilige Quecksilberin-halt der Energiesparlampe mit 10.000 Stunden Brenndauer beträgt zusätzlich maximal ein halbes Milligramm Quecksilber pro Lebensjahr, das allerdings bei der korrekten Entsorgung nicht  in die Umwelt gelangt. Selbst wenn die Energiesparlampe nicht ordnungsgemäß entsorgt wird, verursacht sie durch den eingesparten Strom geringere Quecksilberemissionen als die Glühlampe.

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