Maßnahmen gegen Feinstaub
Die Luftqualität in den Städten und Gemeinden muss sich verbessern, wenn ernsthafte gesundheitliche Schäden von der Bevölkerung abgewendet werden sollen. Es gibt verschiedene Ansatzpunkte, die für eine Verbesserung der Luftgüte sorgen können. Die gesetzliche Grundlage wurde bezüglich der Feinstaubbelastung bereits erwähnt. Nur Steuerungsmaßnahmen auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene können helfen, diesem Ziel näher zu kommen.
Dazu zählen:
- Verkehrsregelungen: Umweltzonen, Verkehrsverbote, Tempo30-Zonen in Städten, Park & Ride, moderne Ampelanlagen, generelles Tempolimit auf Autobahnen
- Stadtplanungen, z.B. Ausbau des Fahrrad- und Fußgängernetzes, Grünanlagen, usw.
- feuchte Straßenreinigung
- öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV)
- Anwendung reiner Brennstoffe und bessere Energieausnutzung in Haushalten, Industrie und Verkehr
- Förderung erneuerbarer Energien
- Rückhalten von Feinstaub durch Partikelfilter

- Hauptverantwortlich für hohe Feinstaubbelastung: Dieselruß (Bild: H.-G. Oed)
Wird berücksichtigt, dass der Verkehr - speziell Dieselmotoren - die Hauptquelle für Feinstaub ist, liegt es nahe, dass hier ein besonderer Handlungsbedarf vorliegt. Einige Großstädte im Ausland haben angesichts immer dichter werdenden Verkehrs und der damit verbundenen Nachteile für Anwohner und Umwelt eine City-Maut eingeführt. Die Städte Trondheim und Bergen (beide Norwegen) haben die Innenstadtmaut bereits in den 1980er Jahren eingeführt. Durham und London (beide Großbritannien) sowie Stockholm (Schweden) folgten in den letzten Jahren. Die Stockholmer haben bereits die positiven Effekte dieser Maut zu spüren bekommen: Nach einem halbjährigen Probelauf gab es 23 % weniger Verkehr in der Innenstadt, 13 % weniger Feinstaubbelastung sowie 14 % weniger Kohlenwasserstoffe in der Luft. In einem Volksreferendum sprach sich die Mehrheit der Stockholmer Bevölkerung für die City-Maut aus. In Deutschland gibt es noch keine Erfahrungen mit innerstädtischen Maut-Systemen. Hier setzt man auf andere Strategien.
Im Folgenden werden Möglichkeiten vorgestellt, welche Gemeinden und Bürger (AutofahrerInnen) in Deutschland zur effektiven Verbesserung der Luftqualität unternehmen können. Dabei wird das Beispiel Dresden vorgestellt. Am Ende dieser Seite finden sich Links zu Luftreinhalte-, Aktions- oder Maßnahmenplänen anderer EU-Mitgliedstaaten.
Links zu Luftreinhalte-, Aktions- oder Maßnahmenplänen anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union
Belgien
Österreich
Frankreich
Italien
Großbritannien
Norwegen
Pressemiteilung
- 02.02.2012 - Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz für die Energiewende nutzen
- 01.02.2012 - Grüne Städte braucht das Land – Kongress für „Biologische Vielfalt in Kommunen“ in Frankfurt am Main
- 18.01.2012 - Michael Spielmann folgt Rainer Baake als Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe
- 17.01.2012 - Tetra Pak verliert vor Gericht gegen DUH – und setzt weiter auf Greenwashing
- 17.01.2012 - Mietrechtsänderung: Bundesregierung droht erneut Chancen für mehr Klimaschutz zu verspielen

