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Renaturierung der Werra bei Sallmannshausen: Das Projekt des Monats November 2004

Einen Teil des Grünen Bandes an der ehemaligen innerdeutschen Grenze bildet die Werra. Im Oktober 2004 gaben die Deutsche Umwelthilfe und der BUND Thüringen bekannt, dass zehn Kilometer des Flusses, der derzeit von intensiver Landwirtschaft gesäumt ist, der Natur zurück gegeben werden. Das Projektgebiet liegt westlich von Eisenach zwischen Sallmannshausen und Göringen. Wir gratulieren Stephan Gunkel, unserem BUND-Projektpartner vor Ort, dass der Projektstart in enger Zusammenarbeit mit der staatlichen Wasserwirtschaft gelang.

Blick von der Brandenburg auf die Werraaue, im Hintergrund Herleshausen (Hessen), Foto: St. Gunkel

Auf großen Teilen der Uferstrecke wird ein Galerie-Auwald entstehen. Die Umwandlung von landwirtschaftlichen Flächen gibt dem Fluss Überschwemmungsbereiche zurück und stellt eine ökologische Hochwasservorsorge dar. Die renaturierten Flächen können Rückzugsgebiete für Wachtelkönig und Kiebitze werden.

Steinschüttungen am Ufer sollen entfernt werden. Eine im 19. Jahrhundert abgetrennte und ausgetrocknete Fluss-Schlinge von 800 Meter Länge wird wieder an die Werra angebunden. Zwei Wehranlagen werden so umgebaut, dass das Gewässer durchgängig für Fische wird. Von diesen Maßnahmen profitieren auch Wasseramsel, Flussuferläufer und Eisvogel.

Das Projekt wird aus EU-Mitteln, staatlichen Mitteln und privaten Spenden finanziert. Die Deutsche Umwelthilfe wird im Rahmen ihres Projektes "Lebendige Flüsse" Mittel beisteuern. Für die Ausstattung des Projekthaushaltes danken wir den Firmen Kyocera Mita und T-Mobile und dem Umweltbundesamt sowie allen privaten Spendern.

Lebendiger Rhein: Vorbildliche Renaturierungsmaßnahme bei Neuss

Am 2. September 2004 zeichnete DUH-Bundesgeschäftsführer Jörg Dürr-Pucher die NABU Naturschutzstation e.V. Kranenburg mit dem Modellvorhaben "Reaktivierung der Flutmulde Ölgangsinsel" bei Neuss als Renaturierungsprojekt des Monats aus.